Von der Möglichkeit, mit Abgeordneten ins Gespräch zu kommen und in Diskussionsforen ihre Anliegen vorzutragen, haben am 14. Juni 2007, beim fünften Tag behinderter Menschen rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer Gebrauch gemacht. Die Tradition, ein Mal in der Legislaturperiode den Fokus der Aufmerksamkeit ausdrücklich auf die Lebenssituation von Menschen mit Behinderung zu richten, pflegt der Landtag seit 1995.
In seiner Eröffnungsrede bezeichnete es Landtagspräsident Peter Straub als Aufgabe der Politik, Teilhabe, Gleichstellung und Selbstbestimmung flächendeckend zu verwirklichen.
Der Beauftragte der Landesregierung für die Belange behinderter Menschen, Staatssekretär Dieter Hillebrand, plädierte dafür, dass Menschen mit Behinderung stärker in den Arbeitsmarkt integriert werden müssen. Eigens aus München angereist war die Vizepräsidentin des Bayerischen Landtags, Barbara Stamm, um sich persönlich einen Eindruck von der Veranstaltung zu machen.
Ein Resümee der bisherigen Veranstaltungen zog Willi Rudolf, Vorsitzender des baden-württembergischen Landesverbandes Selbsthilfe Körperbehinderter. Er bestätigte, dass die Veranstaltungsreihe ein positives Beispiel darstelle für eine konstruktive Zusammenarbeit zum Wohle behinderter Menschen in Baden-Württemberg.
Am Vormittag beschäftigten sich die fünf Arbeitsgruppen mit folgenden Themen:
Nach der Mittagspause trafen sich die behinderten Menschen mit Abgeordneten in Gesprächsforen. Dabei ging es unter anderem um barrierefreies Wohnen in der Gemeinde, unabhängige Behindertenbeauftragte in Land und Kommunen sowie um Leistungen des Landes für Menschen mit Behinderung.
Die „Wilde Bühne“ aus Stuttgart setzte im Anschluss an die Gesprächsforen einen Traum künstlerisch um: dass nämlich bis in 50 Jahren über die heutigen Probleme herzhaft gelacht werden kann und Menschen mit Behinderung tatsächlich in die Gesellschaft integriert sind.
In einer Bilanzrunde waren sich Vertreter aller vier Fraktionen einig, dass die Veranstaltungsreihe „Tag behinderter Menschen im Landtag“ dem Parlament wichtige Impulse gibt. Zu allen Fragen aus dem Publikum, ob kritisch oder anspornend, nahmen die Abgeordneten engagiert Stellung.
Stellvertretend für die an der Veranstaltung teilnehmenden Menschen mit Behinderung fasste Margit Hudelmaier den Verlauf und die Ergebnisse des Tages zusammen.