1961 wurde das Haus des Landtags eingeweiht. Es liegt zwischen
dem Neuen Schloss und dem Großen Haus der Württembergischen
Staatstheater. Das Gebäude hat eine Grundfläche von 54 auf 54
Meter und eine Höhe von 20 Metern; seine damaligen Kosten:
rund 18 Millionen Mark. Grundsteinlegung war 1958.
Nach 1945 hatten den parlamentarischen Gremien zunächst nur
Notunterkünfte zur Verfügung gestanden. So wurde die
Vorläufige Volksvertretung für Württemberg-Baden im Januar
1946 zu ihrer ersten feierlichen Sitzung in das Große Haus der
Württembergischen Staatstheater Stuttgart einberufen. Die
Plenarsitzungen fanden auch in einem Saal des
Furtbach-Krankenhauses statt. Gelegentlich traf man sich zudem
im Festsaal der Mörikeschule sowie in anderen Gebäuden.
Von 1947 an war der Tagungsort die Heusteigstraße 45 in
Stuttgart. Als Plenarsaal diente ein ehemaliger Theatersaal
mit einer einfachen Bühne und einer hölzernen Empore. Bis 1961
- bis zur Fertigstellung des neuen Landtagsgebäudes - musste
man mit dem Provisorium Heusteigstraße vorlieb nehmen. Weitere Tagungsorte der Vorgänger-Landtage in der
Nachkriegszeit waren die ehemalige Kloster- und Schlossanlage
Bebenhausen sowie das Alte Freiburger Kaufhaus.